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„Die Rückkehr der Leidenschaft“
Geschrieben von: PR-Bereich   
Sonntag, den 09. Oktober 2011 um 15:05 Uhr

 

Die letzte Begegnung in der TuS Halle 4 gehörte für die damals dabei gewesenen 05erinnen sicher nicht zu den angenehmsten Erinnerungen, musste man doch eine deutliche 36:25 Niederlage einstecken. Doch die 05erinnen waren sichtlich gewillt, sich weder von dieser noch von den Erinnerungen der vergangenen beiden Spiele der aktuellen Runde verunsichern zu lassen. Schon beim Warmmachen zeigte sich das zuletzt vermisste Feuer in den Augen, und das nicht nur zum Wärmen in der kalten TuS-Halle.

Die Mainzerinnen starteten aus einer hellwachen Abwehr mit schnellen Balleroberungen, hatten aber zunächst noch Pech beim Abschluss. So verwandelte Laura Schmitt den nach Foul an Julia Ophoff bei einem Tempo fälligen 7 m sicher zur 0:1 Führung in der 2. Spielminute. Der nächste Treffer fiel dann aber erst nach 4 Minuten nach einem schnellem Anspiel von Laura Schmitt an die am Kreis lauernde Nicole Steinfurth. Der 5 Sekunden zuvor von Deborah Simon gehaltene 7 m war dazu der Auslöser und zeichnete schon die ersten Sorgenfalten auf die Stirn der Neunkirchenerinnen, denn verschossen hatte Aleksandra Jelicic, sonst eine Bank am Punkt.

Auch der 3. Treffer fiel für Mainz (7. Min): Hanna Dankwardt fasste sich in Zeitspielanzeige ein Herz und ließ den Ball mit voller Wucht in den Winkel einschlagen. Mit jeder gelungenen Aktion, aber vor allem über das Zusammenspiel in der Abwehr holten sich die 05erinnen ihre Sicherheit zurück, und ließen sich von den gewohnt langen Spielaufbau ihrer Gegnerinnen nicht aus dem Tritt bringen. Vor allem nach dem 2:4 in der 10. Minute spielten sie wie aus einem Guss. Balleroberungen mit schnellem Umsetzen und sichere Abläufe belohnten sie mit einer 2:8 Führung nach 12 Minuten. Und selbst als sich der eine oder andere Fehler einschlich, motivierten sie sich jedes Mal gegenseitig von Neuem und ließen Jelicic und Co nie näher als 3 Tore herankommen.

Wie gut die Abwehr mit ihrem starken Rückhalt Deborah Simon in dieser Phase war, zeigt die Tatsache, dass Neunkirchen über die Standardwaffe Kreis und "Jelicic" lediglich 2 Treffer erzielte, davon ein von ihr verwandelter 7m. Zur Halbzeit stand ein verdientes 10:15 auf der Anzeigentafel, was zu erstem vorsichtigem Optimismus Anlass gab, dass das Team sich selbst aus dem Tief ziehen wollte und konnte.

Neunkirchen traf diesmal zwar direkt im ersten Angriff zum 11:15, aber Claudia Schückler brach mit ihrem schönen Treffer (11:16 – 31.) direkt den Bann des Mainzer Phänomens, den Wiederanpfiff zu verschlafen. Auch wenn es bis zum nächsten Treffer 5 Minuten dauern sollte, und Neunkirchen durch etwas überhastete Aktionen auf 14:16 heran kam, begannen die Mainzer Nerven diesmal nicht zu flattern. Hanna Dankwardt und Laura Schmitt bauten die Führung in gutem Zusammenspiel 2 Minuten später wieder auf 4 Tore aus.

Zusätzlich setzte Karin Euler zur Entlastung neue Impulse über die Einwechslung von Kristin Schäfer für die noch erkältete Deborah Simon (38. Minute) und beorderte „Rückkehrerin“ Kristin Titze wie schon in der 1. Halbzeit auf die Spielmacherposition. Beide reihten sich mit sehr guten Aktionen in den mannschaftlich geschlossenen Auftritt ein. Die Mainzerinnen bauten jetzt ihren Vorsprung trotz nicht immer optimaler Wurfausbeute langsam aber sicher aus, da sich der Neunkirchener Angriff zu oft an der Mainzer Abwehr oder Kristin im Tor die Zähne ausbiss. Für die in der 2. Halbzeit kurz genommene Laura Schmitt sprangen jetzt die Anderen in die Bresche. Mit Kristin Titzes wunderschönem Treffer zum 21:26 in der 56. Minute war das Spiel entschieden.

Mit ihrer wiedergefundenen Spielfreude ließen die Mainzerinnen dem letzten Neunkirchener Treffer in der 58. (22:27) noch 2 schnelle Tore in der letzten Spielminute folgen und brachten die mitgereisten Fans als Dankeschön für die Unterstützung wiederholt zum Strahlen. Mit dem klaren 22:29 gaben die Spielerinnen, vor allem nach dem letzten Wochenende,  die richtige Antwort auf die Frage, wie man sich selbst wieder aus dem Tief ziehen kann.

TuS Neunkirchen : 1. FSV Mainz 05 22:29 (10:15)
Simon, D. (1.-37.), Schäfer (ab 38.);
Narvaez-Noguera (1), Simon, K., Titze (3), Ophoff (1), Steinfurth (3), Schmelzer (5), Schückler (6/2), Dankwardt (3/1), Schmitt (7/1), Kleinjung, Holstein

Tore Neunkirchen:
Cosic (3/1), Schuhknecht (5), Jelicic (8/5), Krämer (1), Gawron (4), Unbehend (1)

7m. 6/7 – 4/5

2 min: 5 / 3

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 09. Oktober 2011 um 21:50 Uhr
 

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