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RZ: Lange Findungsprobleme strapazieren die Nervenzellen
Geschrieben von: Daniela Bilo   
Montag, den 01. Februar 2010 um 17:29 Uhr

TV Idstein : FSV Mainz 05 25:29 (18:13)

IDSTEIN. Ein standesgemäßes Ergebnis aus dem Taunus mitgebracht und die Tabellenführung verteidigt: Der 29:25 (13:18)-Sieg von Handball-Regionalligist FSV Mainz 05 beim TV Idstein kommt dem Ergebnis nach zu urteilen unspektakulär daher. Und doch raubte die Mannschaft ihrer Trainerin Karin Euler gestern noch mehr der kostbaren Nervenzellen als jüngst bei der Niederlage in Kleenheim.

Auch diesmal verplemperten die 05er fast ein gesamtes Spielviertel mit Findungsproblemen. "Ich wünsche mir, dass wir einmal eine konstant gute Leistung über 60 Minuten schaffen", sagte Karin Euler daher nach der anstrengenden Partie. Die Auszeit beim Stand von 5:9 (12.) musste nicht sie nehmen, weil der Idsteiner Kollege ihr zuvor kam. Aber Anlass zum Eingreifen hatte sie genug. Es war keine Einstellung in der Abwehr zu sehen, und im Angriff wurde wieder zu viel vergeben", berichtete Euler. In Kleenheim stellte sie die Defensive von einem 5:1 auf die 6:0 um, diesmal ging es anders herum. Mit der etwas offensiveren Variante fanden die 05er nun zumindest zu einer ausgeglichenen Partie.

"In der Kabine gab es ein ordentliches Donnerwetter, denn es war schon erschreckend, was wir geboten haben" resümierte Euler den ersten Abschnitt. Die Rektion: Die Abwehr agierte von Beginn der zweiten Halbzeit an "um Klassen besser", aber es kam auch deutlich mehr Tempo ins Mainzer Spiel.

Und doch dauerte es bis Mitte der zweiten Halbzeit hinein, ehe der erste Gleichstand erreicht war (21:21, 48.), denn "einige verworfene Bälle und drei verschossene Siebenmeter" trübten den Sturmlauf. Doch dann häuften sich beim Gegner die Fehler, die Mainzerinnen hatten Luft und Laune zum Nachlegen.

Erst eineinhalb Minuten vor dem Ende war sich Euler allerdings sicher, dass die Mannschaft die Punkte nach Hause bringen würde, als der TVI in der Schlußoffensive den Zweitorevorsprung des FSV zu hektisch auszugleichen versuchte. Die 05er legten noch zwei Tore nach. Und so ist alles bereit für das Spitzenspiel gegen DJK Trier II am 10. Februar - bei dem die 05er dann aber vom Start weg wach sein sollten. (gus)

Mainzer Rheinzeitung - 01.02.2010

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