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AZ: "Dynamites" fühlen sich nicht als Verlierer
Geschrieben von: Daniela Bilo   
Montag, den 11. Januar 2010 um 09:55 Uhr

Triers Nationalspielerin Stefanie Egger (links) hindert die Mainzerin Kristina Graf am Torwurf. Foto: hbz/Stefan F. Sämmer 11.01.2010 - MAINZ

Von Dennis Rink

HANDBALL-POKAL 05-Frauen halten beim 18:30 gegen Bundesligist Trier vor 500 Fans in der zweiten Halbzeit gut mit

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Der Traum von der Pokal-Überraschung ist zwar geplatzt, dennoch war die Stimmung im Lager der Regionalliga-Handballerinnen des FSV Mainz 05 nach der 18:30 (6:15)-Niederlage gegen den Bundesligisten DJK/MJC Trier in der dritten Runde des DHB-Pokals alles andere als schlecht. „Wir sind stolz auf unser Team“, belohnten die lautstarken „Ultras-Fans“ unter den rund 500 Zuschauern in der ausverkauften Halle die „Meenzer Dynamites“ nach der Schlusssirene für ihre engagierte Leistung.

Zwar hatte der Underdog den Kürzeren gezogen, wie ein Verlierer fühlten sich die Mainzerinnen aber nicht. „Ich bin zu 100 Prozent zufrieden. Die Mädels haben sich hier prächtig zur Wehr gesetzt. Sie haben vor allem in der zweiten Halbzeit sehr gut mitgehalten“, sagte Trainerin Karin Euler. Dennoch musste auch sie konstatieren, „dass es im Handball einfach Faktoren wie Physis und Durchsetzungsfähigkeit gibt, die wir nicht kompensieren konnten.“

Vor allem im Angriff wurde deutlich, dass sich die Mainzerinnen gegen die robusten Bundesligaspielerinnen nur schwer durchsetzen können. Immer wieder unterbrachen die Gäste die Angriffszüge der 05erinnen durch Foulspiele und nahmen dem Offensivspiel der „Meenzer Dynamites“ somit den Spielfluss. Lediglich durch Einzelaktionen konnte der FSV glänzen und so erzielte Madeleine Gieseler in der 26. Minute erst den fünften Treffer für ihr Team (5:13).

„Die Mädels wussten natürlich auch, auf was für eine Abwehr sie da treffen. Da war auch Respekt dabei“, sagte Euler. Trier lag zwar schon frühzeitig deutlich vorne, im Angriff tat sich der Bundesligist jedoch sehr schwer und kam oftmals nur durch die individuelle Stärke der Nationalspielerinnen Nadja Nadgornaja und Stefanie Egger zu Torerfolgen.

Mit der Unterstützung der lautstarken Zuschauer, die die Mainzerinnen immer wieder nach vorne peitschten, gaben sich die 05erinnen nie auf und kamen zu Beginn der zweiten Halbzeit sogar etwas heran. Nach drei Toren in Folge stand es nur noch 9:15 (33.). Hatte der FSV vor der Pause im Angriff noch zu unentschlossen agiert, präsentierte sich der Tabellenführer der Regionalliga-Südwest nun deutlich zielstrebiger – sehr zur Freude von Karin Euler. „Wir wollten mehr Zug zum Tor aufbauen. Das haben die Mädels in dieser Phase sehr gut umgesetzt.“

Vor allem Johanna Holstein hatte gute Aktionen und erzielte im zweiten Durchgang vier ihrer insgesamt sechs Treffer. So entwickelte sich eine unterhaltsame zweite Hälfte, in der die Mainzerinnen ihr Können unter Beweis stellten, Trier den Vorsprung aber routiniert verwaltete und am Ende glanzlos in die nächste Runde einzog.

„Hier hat drei Mal Training in der Woche gegen acht Mal Training in der Woche gespielt. Das sind eben die Unterschiede“, schilderte Euler. „Aber die Mädels sind nun optimal vorbereitet für den Start in die Regionalliga.“ Und so gab es nach diesem Pokalabend zwei Sieger. Bundesligist Trier, der das Ticket für die nächste Runde löste, und eben die „Meenzer Dynamites“, die sich sehr gut verkauft haben und den Schwung ganz sicher mit in den Kampf um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga nehmen werden.

Mainz 05: Deborah Simon, Klaßen; Wriedt (3), Madeleine Gieseler (4), Kirsten Simon (1), Wirsing (1), Müller, Joelle Gieseler (2), Graf, Schramm, Holstein (6/3).

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 05:20 Uhr