
| 2. Bundesliga Frauen Süd | 11.09.10 - 18:00 | TV Nellingen | : | 1. FSV Mainz 05 |
| Rheinhessenliga Frauen | 11.09.10 - 19:45 | HSV Alzey | : | 1. FSV Mainz 05 II |
| weibl. A-Jugend | 04.09.10 - 18:00 | SG Ottersh.-Bellheim-Zeisk. | : | JSG Mainz 05 / SCL |
| weibl. B-Jugend | 04.09.10 - 17:30 | JSG MH/Wittlich | : | JSG Mainz 05 / SCL |
| Rheinzeitung: Eine unglaubliche Qualität im Endspurt |
| Geschrieben von: Daniela Bilo |
| Montag, den 14. Dezember 2009 um 16:02 Uhr |
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MAINZ. Es war eine Premiere, wie sie sie sich nur wünschen konnte. Karin Euler, neue Trainerin beim Handball- Regionalligisten FSV Mainz 05, gelang zu ihrem Einstand auf der Bank gleich der Sturz des Tabellenführers. Gegen die HSG Bensheim/Auerbach II überzeugte die Mannschaft in der zweiten Halbzeit wieder einmal durch ihren unbändigen Willen und unermüdlichen Einsatz. Alles viel besser als bisher war es allerdings mitnichten, was die Mannschaft beim 34:29 (14:19)-Sieg bot. Aber: Sie steht jetzt selbst ganz oben. Neue Trainerin, nichts Neues eigentlich beim Bild, das der FSV abgibt: Die allmählich schon legendäre Wachkomaphase der 05er in den Anfangsminuten wussten die viel entschlossener beginnenden Gäste zu einem satten Vorsprung zu nutzen (2:6, 8.). Auch schon mehrfach gesehen war die Windeseile, in der die Mannschaft es anschließend verstand, den drohenden Abschuss abzuwenden und dem Gegner im Sturmlauf alle Illusionen zu nehmen. Bis zur komfortablen 10:6- Führung (17.) brauchte die nun dynamisch und sehr ballsicher agierende Mannschaft ganze neun Minuten mit elf Angriffen. "Die Abwehr war in der ersten Halbzeit das Problem", resümierte Euler daher den schlechtesten Pausenstand, den die 05er in dieser Saison bisher präsentierten, denn in den letzten 13 Minuten vor dem Wechsel schepperte es wieder ordentlich im Mainzer Kasten. Zu wenig Bewegung in der aufgebauten Defensive, FSV- Torfrau Deborah Simon kassierte nun einige Bälle, die sie zuvor wohl abgefangen hätte - nichts lief mehr. Das Gefühl war dennoch da: Es gibt keinen Grund, die Mannschaft frühzeitig abzuschreiben. Acht Minuten brauchte der FSV nach dem Wechsel bis zum ersten Ausgleich (20:20, 38.). Bis zur 48. Minuten dauerte danach die einzige Phase der Partie, in der beide Mannschaften trotz ständiger FSV- Führung ungefähr auf Augenhöhe standen, nicht zuletzt dank einer starken Eva- Maria Klaßen, die Simon im Mainzer Tor abgelöst hatte. Dann entschied wie so oft der Kopf: Die 05er wollten in der Schlussphase unbedingt, die HSG verzagte bei jedem misslungenen Versuch, den Rückstand aufzuholen. Nach dem für sie bitteren Ende standen die Auerbacherinnen im Kreis und gerieten heftig miteinander in Streit. Besonders Rückraumschützin Maria Streun war sauer auf ihren Trainer Reinhard Runge, der sie in der entscheidenden Phase der Partie auf der Bank versauern ließ. Doch die Reservemannschaft des Zweitligisten war nicht das erste Team, das der Endspurtqualität des FSV nicht gewachsen war - auch HSG- Hauptschützin Streun baute zusehends ab, während die Mainzer Mittespielerin Kristin Kartheuser einmal mehr die entscheidenden Aktionen anzog und zudem drei der letzten fünf Tore erzielte. "Es ist schon wichtig, eine Führungsspielerin auf dem Feld zu haben, die habe ich mit Madeleine Gieseler und Kristin Kartheuser", sieht Euler eine funktionierende Hierarchie in der Mannschaft, die sich auch auf dem Feld zeigt. Aber es waren diesmal auch gerade die bisher eher als Ergänzungsspielerinnen gehandelten Regina Wirsing und Joelle Gieseler, die steigenden Mut zum Abschluss von ihren Außenpositionen zeigen und so die Variabilität im 05- Angriff erhöhen, auch wenn Gieseler diesmal zu oft von ihrer Rechtsaußen- Position scheiterte und hauptsächlich über Gegenstöße erfolgreich war. Euler zeigte sich bei ihrem ersten Spiel mit dem FSV als ruhige Beobachterin, die die Partie ohne große Gestik hinter der Bank stehend verfolgte. Mit der gleichen Sachlichkeit ist sie bereit, die unbefriedigende Trainingssituation hinzunehmen, mit im Prinzip nur einer Einheit in der Woche, in der sie die Mannschaft komplett begrüßen kann. "Studium und Beruf gehen vor, es ist nun einmal kein Profisport, den wir hier betreiben", sagte die 53- Jährige. Der auffälligste Unterschied für sie im Vergleich zu ihrer vorigen Station beim damaligen Erstligisten TSG Ketsch übrigens: "In der Regionalliga werden noch mehr technische Fehler gemacht." (gus) FSV Mainz 05: D. Simon (1.- 30.), Klaßen (30.- 60.); Kartheuser (6/1), M. Gieseler (6/2), J.Gieseler, K. Simon (je 5), Holstein (4/1), Wirsing (4), Schramm (3), Graf (1).
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 14. Dezember 2009 um 16:31 Uhr |