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Nach den Umstellungen war der nötige Biss vorhanden
Geschrieben von: Clemens Schnitzler   
Dienstag, den 24. November 2009 um 05:47 Uhr
Sabina SchrammHilfreich war zudem die Wiedergeburt der Schusskraft aus dem Rückraum: Sabrina Schramm trug mit ihren sieben Toren erstmals in dieser Saison entscheidend zu einem Erfolg ihrer Mannschaft bei. „Wir haben diesmal im Angriff nur sehr wenige technische Fehler gemacht – und diese Leistung mussten wir auch bringen, sonst wäre das Spiel wohl verloren gegangen“, glaubt Trainer Gunter Dietrich. Weil es lange aber zu häufig am Abschluss haperte, blieb die Partie zunächst sehr ausgeglichen (7:7/15.), vor allem durch die fehlende Mainzer Konsequenz in der Abwehr konnte Aufbau sich gar absetzen (8:12, 20.). „Da waren auch unglückliche Situationen dabei, wie Abpraller, die beim Gegner landeten, aber uns fehlte in der Abwehr da auch der nötige Biss“, erläuterte Dietrich.

Die Umstellungen, mit denen er auf diese Phase reagierte, zogen jedoch schnell. Kirsten Simon bezog in der Abwehr die Einser- Position und störte das Aufbauspiel der Gastgeberinnen nachhaltig, Madeleine Gieseler übernahm im Angriff die Rückraum- Mitte- Position. Sabrina Schramm, die die erste Viertelstunde auf der Bank gesessen hatte, traf zudem aus dem Rückraum. „Wir haben das Spiel so langsam in den Griff bekommen.“

Bis zur Pause reichte es immerhin noch zum Ausgleich, danach standen zunächst wieder Pfosten und Latte im Weg, so dass die Altenburgerinnen noch einmal vorlegen konnten (16:18, 34.). Der FSV begann aber nun, seine berüchtigte Beharrlichkeit in die Waagschale zu werfen, zog zum 19:18 (36.) wieder am Gegner vorbei. Bis zum 23:23, dem letzten Ausgleich, hielten die Thüringerinnen dagegen. Dann war es Kristin Kartheuser, die zwischen der 49. und 52. Minute durch drei Treffer in Serie „ zwei davon in Unterzahl erzielt – die Partie durch ihre Durchsetzungskraft vorentschied (30:26).

Für Dietrich war es wichtig zu sehen, dass die Mannschaft in der Schlussphase sich auch durch häufige Unterzahlsituationen – vier der fünf Zeitstrafen kassierte der FSV im letzten Viertel der Partie – nicht aus dem Konzept bringen ließ. „Wir waren weiter präsent und haben die Nerven bewahrt.“ Der Abstand betrug immer mindestens drei Treffer.

Letztlich also ein ungefährdeter, aber mit einiger Arbeit verbundener Auswärtserfolg für die 05er – zur vollen Zufriedenheit des Trainers. „Mehr kann man in unserer Situation gar nicht erwarten.“ (gus)

FSV Mainz 05: D. Simon (1.- 30.), D. Keis- Bilo (31.- 60.); Schramm (7), Kartheuser (6), Holstein (5), Wriedt, M. Gieseler (je 6/3), K. Simon, Graf, J. Gieseler (je 1), Wirsing.

Mainzer Rheinzeitung

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 24. November 2009 um 05:57 Uhr