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Ziel: Der baldige Wiederaufstieg
Geschrieben von: Anja Boenecke   
Freitag, den 09. September 2011 um 06:50 Uhr

Die Planungen zielen ganz eindeutig auf den baldigen Wiederaufstieg, am besten bereits am Ende dieser Runde. Am Sonntag (16:00) steht der selbst ernannte Meisterschaftskandidat beim SV Allensbach in der Pflicht, gleich zu Beginn der Runde zu beweisen, dass es nur einen Aufsteiger geben kann.

Auftakt beim Mitabsteiger

Ausgerechnet Allensbach: Der Mitabsteiger ist für 05-Trainerin Karin Euler der Hauptkonkurrent im Titelkampf, vielleicht sogar ein bisschen der wahre Favorit. Ein Sieg in Schwaben, und die Mainzerinnen hätten ein klares Zeichen gesetzt, wer die Liga beherrschen wird. Eine Niederlage wäre dagegen reparabel – im Rückspiel.

„Es ist gut für uns, dass wir erst in Allensbach spielen“, betont Euler daher. Vier ihrer Spielerinnen fehlen bei der Saisonpremiere noch: Jennifer Haubrich, als US-Nationalspielerin im Einsatz, Andrea Bonk, Joelle Gieseler und Kristin Titze, die nach ihrer Schwangerschaft eigentlich wieder voll dabei sein wollte, aber Probleme nach dem Wiedereinstieg bekam.

Überschaubar ist der Kreis der Neuzugänge, die der Verein frühzeitig an Land ziehen konnte. Die HSG Sulzbach verlor gleich ein Trio an den Rhein. Claudia Schückler auf Rechtsaußen, Laura Schmitt auf der anderen Seite und Nicole Steinfurth am Kreis haben guten Stammplatzchancen. Eine Sonderrolle im Team könnte Julia Ophoff spielen, die auf Rechtsaußen die überraschend abgewanderte Assina Müller ersetzen wird. Sie kam von der niederklassigen TSG Worfelden, bringt mit ihren 29 Jahren aber eine Qualität ein, auf die Euler auch Wert legt. „Jung ist gut, zu jung ist nicht gut“, fürchtet sie ein Reifedefizit bei der Mehrheit ihres Teams.

Den Mangel an Erfahrung symbolisieren die Ergänzungen, die aus dem eigenen Nachwuchs ins Drittligateam aufrücken. Torfrau Kristin Schäfer wird klare Nummer zwei hinter Deborah Simon. Sie und Celine Schielke sowie Meike Schmelzer, die erste Mainzer Handballerin im Nationalmannschaftstrikot, folgen dem Weg, den Hanna Dankwardt und Joelle Gieseler bereits im Vorjahr gegangen waren. Euler gibt zu, dass sie mit Ausnahme der Allensbacherinnen, an deren Vorbereitungsturnier die 05er teilnahmen, und dem weiteren Mitabsteiger HSG Albstadt bisher wenig Informationen über die Konkurrenten besitzt. Generell ist es ein Problem für die Mainzer Ambitionen, dass die baden-württembergischen Teams aus einer sehr starken Handballregion stammen. Nach dem Rückzug des Erstligisten VfL Sindelfingen werden einige Spielerinnen möglicherweise ihr Glück bei benachbarten Drittligisten suchen.

Schon im Herbst die Weichen stellen

Eine ausgemachte Sache ist der sofortige Wiederaufstieg der 05er daher nicht. Am liebsten wäre es Euler, schon im Herbst Klarheit zu schaffen. Dann könnte der Verein frühzeitig die Weichen stellen, um die Rückkehr in Liga zwei aussichtsreicher gestalten zu können. „Es muss schon recht viel funktionieren, um überhaupt den ersten oder zweiten Platz zu erreichen“, betont die Trainerin jedoch. Die Vizemeisterschaft berechtigt immerhin zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation.

 

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