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Start Presseberichte Damen I Presse - Spielberichte 16. Spieltag
Presse - Spielberichte 16. Spieltag
Geschrieben von: PR-Bereich   
Montag, den 30. Januar 2012 um 07:53 Uhr

Erstmals seit dem vierten Spieltag hat Handball-Drittligist FSV Mainz 05 es wieder selbst in der Hand, die Meisterschaft in der Dritten Liga Süd und damit den Wiederaufstieg in die Zweite Liga zu schaffen. Nach der nicht ganz unerwarteten Niederlage von Spitzenreiter VfL Waiblingen am Samstagabend beim Vierten SG H2ku Herrenberg genügte den 05ern eine durchschnittliche Leistung, um durch das 29:25 (13:11) gegen die TG Nürtingen nach Minuspunkten mit dem VfL gleichzuziehen. So wird das nächste Punktspiel der 05er in Waiblingen zur großen Chance, die Meisterschaft für sich vorzuentscheiden. Denn durch das bessere Torverhältnis im Vergleich zu den Waiblingern, die zudem etwas aus der Bahn zu geraten scheinen, würde dann nicht einmal eine Niederlage in Herrenberg die Tabellenführung kosten.

Das Waiblingen-Spiel: FSV-Trainerin Karin Euler versuchte es natürlich aus den Köpfen ihrer Spielerinnen herauszuhalten, denn immerhin stand gestern jener Gegner in der Gustav-Stresemann-Schule auf dem Feld, der den 05ern im Hinspiel eine empfindliche 27:28-Niederlage verpasst hatte. "Es ist gegen jeden Gegner schwer, wenn man weiß, dass man jedes Spiel gewinnen muss, um Meister zu werden", sagte Euler.

Die Nürtinger halfen den 05ern in der ersten Halbzeit durch einen verzagten Spieleinstieg (3:0) und den Fehler weiter, sich im Angriff allzu sehr auf ihre Rückraumschützin Verena Breidert zu stützen. Diese Mutlosigkeit provozierten die Mainzerinnen durch ihre gut funktionierende 6-0-Defensive in der ersten Halbzeit allerdings auch. Für die Gäste blieb oft nur der Wurfversuch aus der zweiten Reihe, wenn Breidert nicht zum Zug kam, und diese Bälle hatte FSV-Torfrau Deborah Simon fast allesamt sicher.

Die 05er bauten immer wieder Phasen technischer Unzulänglichkeiten ein, in denen die Gäste allzu leicht zu Abschlüssen kamen. Nach zehn Minuten stand es gar kurzzeitig 3:4 - die einzige Nürtinger Führung in der ganzen Partie. Die 05er brauchten im Angriff zu lange, um im aufgebauten Angriff in den gewohnten Lauf zu kommen. Beleg dafür ist Laura Schmitts 10:8 (25.), das tatsächlich ihr erster Abschluss aus dem Rückraum war. Zur Entschädigung ließ sie gleich zwei weitere erfolgreiche Aktionen folgen (12:9, 29.).

"Ich finde es erstaunlich, dass wir trotz unserer 25 technischen Fehler immerhin 29 Tore gemacht haben", sagte Euler. Aber weil auch die Abwehr nach der Pause nicht mehr ganz so stabil arbeitete, reichte es erneut nicht, um sich permanent erfolgreicher zu präsentieren als die Gäste. Letztlich erledigte der FSV seinen Job zwischen der 42. (20:18) und 51. Minute (26:18), ansonsten verstanden es die Nürtinger nun, ebenso den Vorteil eines variableren Angriffspiels einzusetzen und Breidert etwas zurückzunehmen.

"Die 05er waren das entschlossenere Team, diese Dynamik hat uns gefehlt", sagte TGN-Trainer Wilfried Günther. Der Tabellensechste hatte die Niederlage in Mainz eingeplant, die 05er keine Veranlassung, die Nürtinger Zentimeter um Zentimeter zu bekämpfen, da es auch so reichte. Vor dem Waiblingen-Spiel haben die 05er am kommenden Wochenende noch die nächste Runde im DHB-Pokal auf dem Schirm, allerdings nicht als ernsthaften Wettkampfsport, nachdem es mit dem Traumlos Erstligist in eigener Halle nicht klappte. Zum Nord-Drittligisten Füchse Berlin steht "ein handballerischer Ausflug" an, ordnet Euler das nächste Spiel dem höheren Ziel klar unter. "Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem Waiblingen-Spiel." Guido Steinacker

FSV Mainz 05 29 (13) - TG Nürtingen 25 (11)

FSV Mainz 05: D. Simon (1.-40.), Glaser (ab 40.) - Schmitt (9/3), Ophoff (5), Schückler, Steinfurth (je 4), Titze (3), Holstein (2), Narvaez, K. Simon (je 1), Bonk, Kleinjung. TG Nürtingen: Weiss, Strobelt - Breidert (10/4), Günthel, Jahn, Hofmann (je 3), Kärcher (2), Binder, Kunicke, Molner, Wachtarz (je 1), Cleve, Müller.


„Dynamites“ fürs Topspiel gerüstet

Allgemeine Zeitung 30.01.2012 - MAINZ HANDBALL

05erinnen schlagen Nürtingen 29:25 (ngw).

Der Abstand auf Tabellenführer Waiblingen schrumpft weiter. Mit einem 29:25-Arbeitssieg (13:11) gegen die TG Nürtingen bleiben die Handballerinnen des FSV Mainz 05 in der Dritten Liga Süd dem Spitzenreiter, der erneut patzte, auf den Fersen und haben in zwei Wochen im direkten Duell mit Waiblingen die Chance die Tabellenspitze zu erobern. Gegen Nürtingen ist indes die Revanche für die knappe Hinspielpleite geglückt, wenn auch mit einer spielerisch eher befriedigenden Leistung.

„Heute hat die Leichtigkeit und Spannung bei uns gefehlt. Wir mussten über den Kampf ins Spiel kommen“, sagte 05-Trainerin Karin Euler, deren Team zwar in den Anfangsminuten einen Vorsprung von drei Toren erspielte, es aber verpasste sich weiter abzusetzen. Grund dafür waren oftmals technische Fehler im Angriff sowie Missverständnisse im Spielaufbau. Dennoch war Euler im Endeffekt zufrieden mit der Leistung ihrer Offensive, die vor allem durch Konter über die Außen und Rückraumspielerin Laura Schmitt zum Erfolg kam.

„Trotz der vielen technischen Fehler haben wir eine reichliche Anzahl an Toren geworfen, was wieder für unseren Angriff spricht“. Über die Defensivleistung ihres Teams war die 05-Trainerin dagegen zwiegespalten. „In der ersten Halbzeit war die Abwehrleistung gut, während der zweiten Hälfte war ich weniger zufrieden“, so Euler. Vor allem Würfe aus der zweiten Reihe von der ehemaligen Erstliga-Akteurin Verena Breidert konnten die „Meenzer Dynamites“, darunter auch die sonst souverän spielenden Torfrauen Deborah Simon und Laura Glaser, selten abwehren. Die Hauptsache bleibt jedoch, dass die 05erinnen gegen vermeintlich schwächere Gegner keine Punkte liegen lassen, wie vergangene Woche die Konkurrenz aus Waiblingen und Allensbach. Obwohl kommende Woche das DHB-Achtelfinale in Berlin ansteht, hat für Karin Euler das Topspiel in zwei Wochen „höchste Priorität“.

FSV Mainz 05: D. Simon, Glaser; Narvaez-Noguera (1), K. Simon (1), Titze (3), Ophoff (4), Steinfurth (5), Haubrich, Schückler (4), Schmitt (9/3), Holstein (2).

 

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